Achtung Amphibien


Naturschutzrechtlich sind alle heimischen Amphibienarten besonders geschützt, man darf sie in allen Entwicklungsstadien also z.B. nicht der Natur entnehmen oder töten.

Zur Nahrungssuche, zum Schutz vor Feinden und vor ungünstiger Witterung brauchen die wechselwarmen Tiere geeignete Lebensstätten an Land. Deshalb sind Amphibien oft auf Wanderschaft – mit artspezifischen Variationen fast ganzjährig und über bis zu 5 km.

Wo wandern Amphibien auf Straßen?

Wo Straßen zwischen Wäldern und Gewässern verlaufen, kann auf topografischen Karten (Maßstab mindestens 1 : 50.000 bzw. http://maps.google.de) herausfinden. Man kann nachfragen oder selbst nachschauen, ob dort schon Schutzvorkehrungen existieren, denn viele dieser Stellen sind bereits lange bekannt. So an einigen Bundes-, Landes- und Kreisstraßen, meist im Bereich von Naturschutzgebieten:

B 509 – Hinsbeck – Leuth (Sekretis)
B 509 Grefrath – Kempen (Schleckniederung)
L 373 Brüggen – Swalmen (Diergardt’scher Wald/ Diergardt’sche Teiche)
K 4 Boisheim – Schaag (Grutbend/ Nette/ Sonnenbach)
K 20 Amern – Born (Heidweiher/ Pferdeweiher)
K 27 Grasheider Straße nördlich Mülhausen (Niersniederung)
K 35 Brüggen – Overhetfeld (Dilborner Teiche / Dilborner Kirchenwald)

Straßensperrungen, die oft von Freiwilligen betreut werden, gibt es an einzelnen Gemeindestraßen in fast allen Städten und Gemeinden.

Bei Amphibienbeobachtungen an Straßen ist unbedingt auf die eigene Sicherheit und die Sicherheit anderer Personen zu achten, besonders bei Dunkelheit. Also: Warnweste tragen, erhöhte Aufmerksamkeit, kleine Kinder nur bei sorgsamer Beaufsichtigung mitnehmen, andere Verkehrsteilnehmer nicht erschrecken oder nötigen etc.

Mehr Informationen zum Ambhibienschutz finden sie hier und auf der Seite des NABU.

Text und Bild: Monika Deventer, Viersen

 

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