NABU Ortsverbände Kempen und Willich auf Gut Heimendahl

NABU Ortsverbände Kempen und Willich
bei den

Tagen des offenen Hoftores“
auf
Gut Heimendahl/Haus Bockdorf, Krefelder Weg, 47906 Kempen
am 19. und 20. Mai 2012
von 10 bis 18 Uhr

Der NABU Naturschutzbund beteiligt sich an den Tagen des offenen Hoftores mit Informationen über Hummeln, Wespen und Hornissen und den nicht stechenden, als Singles lebenden Wildbienen und – wespen.

Kinder können selbst Nisthilfen für die harmlosen und für die Natur wichtigen Insekten bauen und das Ergebnis mit nach Hause nehmen.

Aber auch fertige Insektenhotels können erworben werden.

Der NABU informiert weiterhin umfassend zu Natur- und Umweltschutz von Ameisen über Atom, Traditionsfeuer bis Zaunkönigen.

Als Highlight wird der NABU-Apfelsaft von Streuobstwiesen vom Linken Niederrhein, im Probeausschank und zum Verkauf angeboten.

Der Apfelsaft wurde von „Öko-Test“ mit „Sehr gut“ ausgezeichnet.

NABU – Gruppen Kempen und Willich im NABU-Bezirksverband Krefeld/ Kreis Viersen

 

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Verletztes Habichtmännchen im Stacheldraht

Auf einem Rundgang um den Angelsee auf der Willicher Hardt wurden Phillip Heines (13) und Tim Tolls (13) auf einen Habicht aufmerksam, der hilflos im Stacheldraht der Umzäunung der Anlage hing. Was tun fragten sich die beiden Jungens, denn sie sahen dass der Vogel sich verfangen hatte und dringend Hilfe benötigte. Lose gerollter Stachel- und Natodraht lagen hinter dem Außenzaun in dem der Habicht einen verzweifelten Überlebenskampf führte.
Der erste Gedanke der Jungen war es, einem Jäger Bescheid zu geben, der dem Vogel vielleicht helfen könnte. Doch von diesem bekamen sie den Rat den Willicher NABU zu informieren.

 Als mich der Anruf von Tim Tolls erreichte und er mir die Situation schilderte war mir klar was getan werden musste, um den Vogel zu befreien. Mit Drahtschere und Transportbehälter fuhr ich zur Willicher Hardt wo die Jungen mich schon erwarteten. Die Verletzung war schlimm und kein schöner Anblick. Der Habicht hing hilflos im Stacheldraht.
Er versuchte sich immer noch zu befreien, hatte aber keine Chance aus eigener Kraft dieser für ihn nicht sichtbaren Todesfalle zu entkommen.
Als ich den verrosteten Stacheldraht seitlich der Flügel durchgeschnitten hatte, verfrachtete ich ihn in den Transportbehälter um ihn schnellst möglichst tierärztlicher Hilfe zuzuführen.
Leider kämpfte er wohl schon zu lange in diesem Stacheldraht um sein Leben. Er war leider schon so geschwächt, dass er die folgende Nacht nicht überstanden hat.

Der Vorsitzende des Angelvereins am Löwensee Hans Platz hat zugesagt sich um diesen Misstand zu kümmern. Wir hoffen dass diese hochgefährliche Verletzungsquelle für Vögel und Säugetiere entfernt wird.

Stacheldrahtopfer

Alleine bei dem Wort „Stacheldrahtopfer“ zucken die meisten Menschen schon zusammen, weil sie direkt wissen, dass jetzt ein schreckliches Thema kommt. Dennoch werden wir das Thema nicht aussparen, denn es handelt sich hier um die Realität und wir dürfen nicht weg schauen.

Häufig kommt die Frage, warum die Tiere den Zaun nicht sehen?

Im Jagdflug sehen die Tiere den Stacheldrahtzaun häufig nicht. Eulen sowie verschiedene Greifvögel fliegen nicht nur sehr weit oben in der Luft, sondern befinden sich auch oft mal im Tiefflug und verpassen die lebensrettende Bremsung in letzter Sekunde.

Ein Vogel verfängt sich meistens mit dem Unterflügelbereich im Zaun, genau dort, wo die Haut kaum durch Großgefieder geschützt ist. In der Regel betrifft das den Bereich Flügelspannhaut und Innenseite zwischen Oberarm, Elle und Speiche.

Die verfangenen Tiere leiden unter massivem Stress und stehen häufig auch unter Schock. Sie versuchen mit allen Kräften sich zu befreien bis zur absoluten Erschöpfung.

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Das Kraut des Monats im Portrait

Bleiben wir in unserer Präsentation des Krautes für den Monat Mai noch ein wenig unserem Motto “Frühjahr” treu und betrachten wiederum eines der ersten gesunden und vielseitig verwendbaren Wildkräuter des Jahres.

An diesem jedoch scheiden sich die sprichwörtlichen “Geister”!

Erwähnt man seinen Namen im Kreis von Gartenfreunden, geht ein Aufschrei durch die Runde. Verpönt als “unausrottbares Unkraut” ist es sicherlich eine der meistgehassten Pflanzen im wohlaufgeräumten Ziergarten. Doch verkennen wir nicht, was uns dieses Kraut zu bieten hat?

Schauen wir einmal genauer hin:

Giersch

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Im Kräutergarten Dorenburg geht es weiter!

Gute Nachrichten aus dem Kräutergarten Dorenburg: Die Neugestaltung geht in die nächste Phase.

Kräutergarten Dorenburg, April 2012

 

Im Spätherbst 2011 wurde das Gelände vom ehemaligen Bewuchs gesäubert, alte Obstbäume und Kopfweiden wurden in Form gebracht und auch die Buchenhecke erhielt einen neuen Schnitt.

Während dieser ersten Basisarbeiten stellte sich heraus, dass ein großer Teil der Fläche des zukünftigen Kräutergartens mit der asiatischen Salat- und Gewürzpflanze “Houttuynia cordata”, bekannter unter dem Namen “Chamäleonpflanze” kontaminiert war.

Dies ist eine bodendeckende Pflanze, die sich über Rhizome (Wurzelausläufer) flächendeckend vermehrt. So galt es, nachdem die Pflanze bestimmt war, diese aus dem Gelände zu eliminieren.

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Klasse Museum

Außerschulischer Lernort: Schule an der Dorenburg und Freilichtmuseum kooperieren

Kirschblüte in voller Pracht: Museumsleiterin Anke Wielebski (l.), Helmi Röhrig (2.v.r.), Leiterin der Schule an der Dorenburg, sowie Kreisdirektor und Kulturdezernent Dr. Andreas Coenen (r.) besiegeln an der Streuobstwiese im Niederrheinischen Freilichtmuseum des Kreises Viersen ihre Kooperation. Das erste Projekt, eine Bestimmung der Obstbäume des Museums, begleitet Rolf Brandt (2. v.l.) vom Naturschutzbund Grefrath. Foto: Benedikt Giesbers

Grefrath. Die Schule an der Dorenburg und das Niederrheinische Freilichtmuseum haben einen Kooperationsvertrag geschlossen. Für die Klassen 7 und 8 steht den Schülerinnen und Schülern das benachbarte Volkskundemuseum als außerschulischer Lernort im Rahmen des Wahlpflichtfachs “Umweltschutz” zur Verfügung. Den Vertrag haben Schulleiterin Helmi Röhrig und Kreisdirektor Dr. Andreas Coenen jetzt in der Dorenburg unterzeichnet.

“Wir möchten das Gelände des Freilichtmuseums nutzen, unseren Schülerinnen und Schülern an einem historisch authentischen Ort alte Lebensweisen nahe zu bringen”, sagt Schulleiterin Helmi Röhrig. In der Dorenburg könne man jungen Menschen gut vermitteln, wie der Mensch von der Natur abhängig ist. Darüber hinaus sollen sich die Jugendlichen im Freilichtmuseum mit dem Lebensraum der Tiere und Pflanzen auseinandersetzen und an Naturschutz und ein kritisches Umweltbewusstsein herangeführt werden. Helmi Röhrig: “Das erste Projekt im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts wird vom NABU begleitet.”

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Problemen mit Wespen vorbeugen

Solitärbienen und Hummeln fliegen und bereiten sich darauf vor, geeignete Plätze für den Nachwuchs zu suchen. Aber auch die Wespenköniginnen erwachen aus ihrem Winterschlaf und suchen jetzt nach einem geeigneten Nistplatz. Rollladenkästen,  Dachüberstände  Speicher oder Gartenhäuschen sind bevorzugte Orte, wo sich Wespen einen Nistplatz suchen. Manch einer mag sich sagen…. lass die Tierchen doch… sie stören mich nicht. Doch die Erfahrung von Wespenberater Harry Abraham vom NABU Willich sagt, dass die Wespen spätestens im Hochsommer zu einem Problem im Siedlungsbereich von Menschen werden. Zu über 50 Einsätze, wegen Wespen und Hornissen wurde H. Abraham im vergangenen Jahr gerufen. Rollladenkästen sind ein beliebter Ort, wo Wespen oder Hornissen ein Nest bauen. Erst wenn die Ausscheidungen der Hornissen aus dem Rollladenkasten laufen, oder der Balkon nicht mehr benutzt werden kann, tritt bei vielen Menschen der Notfall ein und das Nest muss teuer umgesiedelt oder im Extremfall mit behördlicher Genehmigung abgetötet werden. Diese Genehmigungen werden nicht in jedem Fall erteilt und kosten außerdem Geld.

Im März/April sollte man seine Rollladenkästen insektensicher machen. Im Fachhandel gibt es Bürstenleisten die den Schlitz zwischen Rolllade und Mauerwerk abdichten. Mit stark riechendem Nelkenöl kann man die Wespenkönigin vergrämen. Dieses muss man jedoch mehrmals an dem Einflugschlitz auftragen.

Wespen erfüllen in unserem Ökosystem wichtige Aufgaben. Sie füttern ihre Brut mit tierischem Eiweiß und jagen deshalb Fliegen, Bremsen und viele andere Insekten, die sonst überhand nehmen würden.

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Osterferienprogramm auf dem Naturschutzhof 2012

Das Osterferienprogramm bietet auch dieses Jahr jede Menge Spaß für Groß und Klein.

Beim Eierfärben am 02. April  haben die Kinder mithilfe von Naturproduckten Farbe ins Leben und auf ihre Ostereier gebracht. Mit Zwiebelschalen, Rote Beete und Holundersaft haben sie ihre Farben im Topf erstellt.  Dann noch schnell die Eier in den kochenden „Farbtopf“ und nach 5min  sind die Eier auch schon fast fertig.  Zum Schluss haben die Kinder ihre Eier dekoriert und der ein oder andere hat sie auch gleich noch verspeist.

Auch andere Programme wurden angeboten wie z.B. „Rund um die Biene“.   Dabei haben die Kinder viel über die Biene und ihre Verwandten erfahren. Unser Imker hat seine Waben präsentiert und die Kinder auch gleich vom Honig probieren lassen.
Lecker!

 

 

Die Dohle – Schmusekatze und Schlaumeier“ hieß die Aktion am Dienstag dem 03. April. Auch hier wurde wieder jede Menge über die Dohle spielend gelernt. Ausgerüstet mit den selbstgemachten Dohlenmasken,  konnte derDohlenspaß losgehen.

 

Für die echten Handwerker ging es ebenfalls am Dienstag rund. Beim Bootsbauwettbewerb konnten sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen und ein Boot mithilfe von Stöcken, Baumrinden, Weiden und vielem mehr bauen. Nichts für schwache Nerven oder Landratten!

 

Etwas ruhiger ging es am Mittwoch bei dem „Naturerlebnis Frühling“ zu. Hier war Aufmerksamkeit gefragt. Beim Erforschen der Frühlingsboten mussten alle Sinne geschärft sein, denn schließlich mussten wir lauschen, erkunden und Feingefühl zeigen, um alles zu entdecken was der Frühling zu bieten hat.

Verfasst von: (Bundesfreiwilligendienst) Lukas Kremers  &  (Praktikant) Tobias Alten

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Wir sind jetzt auch bei Facebook

 

Schaut mal rein!

www.facebook.com/NABUGrefrath


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NABU Kempen installiert 2. Amphibienzaun für Rückwanderung

Neu festgestellte Amphibienwanderung
an der Schaephuysener Str. in Kempen-Tönisberg im Bereich des dortigen Regenrückhaltebeckens.
NABU-Kempen installiert 2. Amphibienzaun

Krötenzaunerrichtung1Mit einem Bericht von zahlreichen überfahrenen Amphibien im Bereich des Regenrückhaltebeckens an der Schaephuysener Straße (Gras- und Wasserfrösche, Kröten und Molche) wendeten sich Tanja Himmelmann und deren Lebensgefährte Jörg Dienemann im Jahr 2011 an Kempens NABU Ortsleiter Hans Palm.
Mit persönlichem Einsatz trugen die beiden zuvor schon viele Amphibien von einer Straßenseite auf die andere. Dennoch war dies nur eine symbolische Aktion, da es kaum möglich war alle Tiere über die Straße zu tragen und sie vor den Autos in Sicherheit zu bringen.

Hans Palm verständigte sofort den Umweltreferenten der Stadt Kempen, Heinz Puster.
Obwohl die Schaephuysener Straße eine Landesstraße ist und hier eigentlich laut Gesetz das Landesstraßenbauamt für den Amphibienschutz zuständig ist, handelte Puster unbürokratisch und holte sich die Genehmigung zum Bau eines Amphibienzaunes, der dann durch den Bauhof der Stadt Kempen ausgeführt wurde.
Leider reichten die Mittel nur für einen Zaun, den man in diesem Jahr auf der Hinwanderseite errichtete.

Kroetenzaunerrichtung3Die Folge:

Die nach dem Ablaichen
zurückwandernden Amphibien werden dann doch wieder überfahren.
Außerdem behindert der Hinwanderzaun die Amphibien, die die Straßenquerung bei der Rückwanderung überlebten.
Ein nicht haltbarer Zustand für die drei Naturschützer.
Hans Palm setze sich sofort mit dem Kreis Viersen und der NABU Pflegegruppe in Verbindung.
Sowohl die Artenschutzbeauftragte des Kreises Viersen, Monika Deventer, als auch Klaus-Peter Michler, Leiter des NABU-Pflegetrupps sagten Zaunmaterial zu.

Kroetenzaun2Am Dienstag, 28. März 2012, um 8.15 Uhr war die NABU-Arbeitsgruppe mit 7 Leuten zur Stelle.
In nur 45 Minuten wurde der etwa 200 Meter lange Zaun errichtet.
Nun können Tanja Himmelmann und Jörg Dienemann gemeinsam mit ihrem Hund Kim die Amphibien sicher über die Straße bringen. Der Hund machte bereits während der Einsätze vor Errichtung des Rückwanderzaunes durch anstubsen mit der Pfote auf die im hohen Gras nicht sichtbaren Amphibien aufmerksam.
Bis zum 27.3.12 brachten die drei bereits über 400 Amphibien auf die andere Straßenseite.
2013 werden auf jeden Fall auf jeder Straßenseite Zäune installiert, um dann die Hin- und Rückwanderung der Amphibien kontrolliert, und für die Tiere sicher zu gestalten.

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Das Kraut des Monats im Portrait – Der Bärlauch

Beginnen wollen wir unsere Monatlichen Präsentationen mit einem Kraut, welches sich gerade zum jetzigen Zeitpunkt großer Beliebtheit erfreut. Ist es doch eines der ersten schmackhaften und gesunden Geschenke der Natur im zeitigen Frühjahr, das uns sicher signalisiert:

…der Winter ist vorüber… endlich ist Frühling!

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